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Sunday26 February 2017

Ein Faß ohne Boden

"Leistungsträger sind im Stande viel zu tragen", aber Besonnenheit: auch starke Schultern können bei einer zu großen Stressbelastung zusammenbrechen.

Je mehr Menschen  auf Sie zählen und irgendetwas von Ihnen wollen, desto höher ist ihre eigene Last. Natürlicherweise unterstützen Sie die Mitarbeitern in ihrem Umfeld, freilich, es gibt bisweilen einige, denen Sie "den kleinen Finger zureichen und ihnen darauffolgend den ganzen Arm nehmen".

Es scheint ein Barrel ohne Boden zu sein, zumal je mehr Sie geben, desto lieber nimmt man. Dieses ist für Sie sowohl ermüdend als gleichfalls sehr ernüchternd.

Überlegen Sie bitte: ein Symptom des Burnouts ist es, sich von anderen abzurücken, indes demgegenüber leistet eine Entfernung zusätzlich eine gewisse Abschirmung davor. Eine Balance in diesen sozialen Beziehungen zu befestigen ist vertrackt, gleichwohl auf der anderen Seite umso wichtiger zur Vermeidung von Burnout. Distanzieren Sie sich folglich von den Leuten, die Ihnen ihre Kräfte stehlen und hegen Sie zusammenfallend die Beziehungen, bei denen ein Schenken und Entgegennehmen in Balance ist.

Respektieren Sie auch auf Gleichgewicht bei den teils divergierenden Interessen der Interessensgruppen, die involviert sind. Ein rundheraus sichtlicher Zank besteht zwischen den Interessen ihres Geschäftsinhabers und denen Ihrer Angehörigen. Jeder fordert von Ihnen so viel Zeit und Aufmerksamkeit, wie zu empfangen ist. Sobald Sie diese beiden Interessen gemeinsam in Harmonie bringen können, ist es damit noch nicht vom Tisch. Schließlich wollen Sie ja selbst nicht auf der Strecke bleiben, Sie bedürfen auch Zeit für sich.

Leidet ein Arbeitstier unter Niedergeschlagenheit ?

Niedergeschlagenheit und das Gefühl ‚ausgepowert’ zu sein sind extrem sichere Merkmale eines Burnouts. Wichtige Gesundungsphasen können mit einem ausreichenden Urlaub eingegangen werden und verhindern Burnout. Derbei erholt man sich keineswegs nur anhand des 'süßen Nichtstuns’ stattdessen auch dadurch, dass man etwas Anderes tut. (Kommentar: der neuerliche Gedankenaustausch des Arbeitgebervorschlags zur Kürzung des Jahresurlaubs finde ich vor dem Hintergrund zugenommener Leistungskompression am Arbeitsplatz für schlichtweg irrwitzig, vornehmlich in Betrachtung der zunehmenden stimmungsbedingten Befindlichkeiten; siehe ferner Bundesamt für Statistik). Es ist nichts Ehrenhaftes daran, ein Arbeitstier zu sein. Ausreichend Erholung und die Faszination am Leben sind lebenskräftige Interessen des Menschen. Schützen Sie Ihre eigene Arbeitsressource!

Schützen Sie sich vor Sinnentleerung am Arbeitsplatz

In unserer abendländischen Kultur präferieren die Menschen dazu, sich nicht nur mehr oder weniger mit ihrer Anstellung zu identifizieren, sondern ebenfalls ein Selbstwert ihrer Arbeitstätigkeit zugrundezulegen. Die Fragestellung: lebst du, um zu machen oder arbeitest du, um zu leben? ...ist in diesem Kohärenz absichtlich provozierend als auch ernst gemeint.

Je weniger Sinn wir in unser Arbeitstätigkeit sehen, umso strapazierender wird sie für uns sein. Es ist demgemäß unverzichtbar, einen Zweck in unserem erwerbstätigen Tun zu finden, ferner zu fördern. Eine Zweckhaftigkeit ergibt sich bspw. daraus, dass wir mit unserer Arbeitstätigkeit irgendwas tun, um anderen beizustehen, bspw. um Produkte oder Serviceen zu erschaffen oder anzubieten, die der Markt (die Personen) brauchen.

Resümee:

Es gibt eine Menge, dass man zur Vermeidung von Burnout tun kann. Das Wichtigste wird wohl sein, zu erkennen, ob man in Gefahr ist, einen Burnout zu bekommen -  und dies dann auch bitterernst zu nehmen.

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