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Monday22 May 2017

Erinnerung - der multipele Speicher

Erinnerung - der multipele Speicher

Seminar Überblick Mnemotechniken

In jedwede Augenblick nimmt der Erdenbürger über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) viele von Sinneseindrücken aus einer unbändigen Flut äußerer Anregungen auf. Seine Kognitionskanäle würden mit diesen Sinneseindrücken überladen,

seine Empfänglichkeit aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die geerdete Ausfilterung solcherlei Wahrnehmungen. Deswegen wird der größte Teil dieser Rezeptionen innerhalb kürzester Zeit weggelassen und hinterlassen dabei keine Spuren. Nur einige wenige gelangen über einen längeren Zeitraum in ins Gedächtnis.

Ultrakurzzeiterinnerung

Zuerst gelangen Wahrnehmungen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Dort verbleiben Sie für ca. zwei bis max. 20 Sekunden. Wenn sie nicht an das Kurzzeitgedächtnis transferier werden, gehen sie unrettbar verloren.

Ein Exempel: Die Unfallpsychologie lehrt uns, dass ein eintretender Schock (als Schutzvorrichtung der Psyche) zur Ausmerzung von Unfallereignissen führt. Derartige verlorene Wahrnehmungen lassen sich weder anhand hypnotischer Maßnahmen noch anhand intensives Nachdenken nachvollziehen.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den tragenden Dienst, einmal angefangene Vorgänge fortzuführen, bspw. eine Stiege zu besteigen oder den Bücherbord zu säubern. Ultrakurzzeiterinnerung arbeitet auf der Stufe der Sinneswahrnehmungen (-organe), ohne dass wir dessen gewahr werden. Die über die Sinnesorgane eintreffenden Impressionen schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Vibrationen im Nervensystem.

Kurzzeiterinnerung

Manche Eindrücke rufen chemische Anpassungen im Denkorgan hervor. Dies passiert bei Erlebnissen die sehr deutlich sind oder bei solchen, die mit ausgeprägten Gefühlen verbunden sind. Weiters solche, die unsere starke Anteilnahme anstiften oder besonders lange dauern und wiederholt werden, leisten chemische Veränderungen. Sofern Sie vor einem Ereignis etwas Besonderes gegessen haben oder wiederkehrend an einem Wochentag das Gleiche speisen, werden Sie eswiederkennen können. Kurzzeiterinnerung reicht derbei für einige Minuten, bis Stunden und sogar Tage. Damit diese Informationen in das Langzeitgedächtnis übernommen werden, müssen sie zugegen gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Repetition.

Langzeitgedächtnis

Des Öfteren betrachten wir das, was wir aus Langzeiterinnerung wiederkehrend hervorbringen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint generell grenzenlos zu sein. Wir sind im Stande, ein ein Leben lang (Neues) lernen, und wir können das Erlernte zu behalten. Die Bindung von Rezeptionen und Daten im Langzeiterinnerung erfordert mehr als Repetition (Wiederholung). Zwar erreichen wir die Weiterleitung der Daten an  Kurzzeiterinnerung mit Repetition, aber Langzeitgedächtnis benötigt weiters die Verarbeitung dessen. Zur Ausführung gehören: die Strukturierung (Einteilung) und ein planmäßiges Erstellen von Sinn- und Bedeutungszusammenhängen. Ein Mittel zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'. Mit ihr definiert man Informationsbausteine und verbindet sie über Interpretations- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erhalten dabei eine Gedankenkonsistenz, wie bspw. eine Pyramide, in der die individuellen Abstraktionsschichten abgebildet sind.

MnemotechnikI

Task

Notieren Sie für jeden Gedächtnisbereich min. zwei Beispiele für das, was Sie darin jeweils behalten.

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