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Saturday25 March 2017

Sichtweisen und Funktionen

Wahrnehmung von Systemen

Eine Präsenz, ein Ding, ist nicht per se ein System, stattdessen das, was wir als System deklarieren, und das, welches wir als Teil betrachten, hängt von unserer Wahrnehmung ab. Entsprechend der Wahrnehmung, welche aufgrund Erfahrungen, Interessen, Angelegenheiten mitbestimmt wird, stellen sich für verschiedenartige Menschen Systeme wechselvoll dar.

Begrenzungen eines Systems

Die Grenzen eines Systems gegenüber seiner Umgebung sind keinesfalls etwas Gegebenes, statt dessen müssen sie geistig konstruiert werden.

Systemunterscheidungen sind vergleichsweise unkompliziert bei klar wahrnehmbaren physischen Beschränkungen, diffizil dagegen, bei gedanklichen Konstrukten. Wo beginnt bzw. endet das System Angehörige? Gehören bspw. die Hauswirtschaftshelferin, die Hausdame dazu oder nicht?

Systemisches Evaluieren

Zum systemischen Denken gehört die Eingliederung von
...analytischem Denken.
Das zu erläuternde Objekt wird in Bestandteile zergliedert, erklärt und abermals zu einem Ganzen zusammengetragen gefügt.

...und synthetischem Denken
Das zu vermittelnde Objekt wird in einem größeren Umfeld betrachtet. Von dieser Sichtweise aus wird die Funktion des Einzelteils in der Vielfalt gezeigt.

Ziele von Modellen

Modelle sollen Problematiken in eine zusätzliche Präsentationsform übersetzen und zwar so,

dass sie überschaulicher und leichter anwendbar werden,

dass die entscheidenden Kennzeichen der Problemlage weiter bestehen. Das Modell soll dem Original unter Hinblick von Aufgaben, Strukturen oder Handeln ähnlich sein.
 
Modellarten

Materielle Modelle sind beispielsweise Flugzeugmodelle zur Kalibration des Luftwiderstands. Mit körperlichen Modellen können Experimente durchgeführt werden.

Linguistisch-bedeutungsmäßige Modelle wie beispielsweise Schilderungsmodelle, mittels dessen reale Objekte beschreibend erfasst werden müssen. Prognosemodelle, mit deren Unterstützung die Effekte alternativer Konditionen durchgespielt werden (Simulation).
 
Aktionen bei der Modellausbildung

Identifizieren der essentiellen Merkmale, der wichtigsten Informationen eines Sachverhalts;

Ordnen und Gliedern der besonderen Eigenschaften.

Abstraktion der Spezialitäten.

Nachforschung nach einem angebrachten Schema.

Übertragung der Merkmale des Modells auf den Kontext.

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