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Tuesday25 April 2017

Beachtung von Funktionalitäten beim Lernen

Kognition von Systemen

Eine Gegebenheit, ein Ding, ist nicht per se ein System, sondern das, welches wir als System benennen, und das, was wir als Teil hinterfragen, hängt von unserer Rezeption ab. Gemäß der Rezeption, die vermittels Erfahrungen, Interessen, Anliegen mitbestimmt wird, stellen sich für unterschiedliche Menschen Systeme verschieden dar.

Grenzen eines Systems

Die Begrenzungen eines Systems vis-à-vis seiner Soziale Umgebung sind keineswegs etwas Gegebenes, stattdessen müssen sie gedanklich konstruiert werden. Systemunterscheidungen sind tendenziell unkompliziert bei klar detektierbaren physischen Restriktionen, anspruchsvoll jedoch, bei geistigen Konstrukten.

Wo beginnt bzw. endet das System Verwandtschaft? Gehören etwa die Hauswirtschaftshelferin, die Hausdame dazu oder keinesfalls?

Systemisches Denken

Zum systemischen Denken gehört die Eingliederung von
...analytischem Denken.
Das zu konkretisierende Objekt wird in Einzelteile zerlegt, erklärt und wieder zu einem Ganzen installiert gefügt.

...und synthetischem Denken
Das zu vermittelnde Objekt wird in einem passenderen Umfeld betrachtet. Von dieser Perspektive aus wird die Funktion des Einzelteils in der Gesamtheit gezeigt.

Ziele von Modellen

Modelle sollen Anliegen in eine alternative Präsentationsform transkribieren und zwar dermaßen,

dass sie überschaubarer und leichter handhabbar werden,

dass die entscheidenden Eigenarten der Problemlage fortbestehen. Das Modell soll dem Original unter Beachtung von Funktionalitäten, Anordnungen oder Gebaren ähnlich sein.
 
Modellarten

Physische Modelle sind beispielsweise Flugzeugmodelle zur Kalibration des Luftwiderstands. Mit stofflichen Modellen können Experimente durchgeführt werden.
Sprachlich-bedeutungsmäßige Modelle wie z. B. Beschreibungsmodelle, unter Zuhilfenahme dessen reale Gegenstände deskriptiv erfasst werden sollen. Prognosemodelle, mit deren Hilfe die Effekte alternativer Voraussetzungen getestet werden (Simulation).
 
Aktionen bei der Modellbildung

Aufnehmen der essentiellen Merkmale, der wichtigsten Informationen eines Falles;

Ordnen und Gliedern der Merkmale.

Abstraktion der Merkmale.

Recherche nach einem angebrachten Schema.

Übertragung der Merkmale des Modells auf den Fall.

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